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Gemeinde Aktuell

Autor: Hirsch & Wölfl GmbH
Artikel vom 14.09.2015

Verbrennen von Grünabfällen nur im Ausnahmefall erlaubt

Jeden Herbst, wenn die Blätter von den Bäumen fallen und der letzte Großputz im Garten ansteht, hört man regelmäßig dieselben Klagen: Pflanzliche Abfälle werden in Nachbars Garten unerlaubt verbrannt, ganze Wohngebiete völlig „eingenebelt“.

Das Verbrennen von Grünabfällen ist nur im Ausnahmefall erlaubt und dann nur unter strengen Bedingungen. Nach Möglichkeit sollte ganz darauf verzichtet werden. Landwirtschaftliche Abfälle und Gartenabfälle sollten am besten verwertet werden. Man kann die Grünabfälle verrotten lassen, indem man sie liegen lässt, untergräbt, unterpflügt oder auf dem eigenen Grundstück kompostiert. Die Landkreise haben in der Vergangenheit Möglichkeiten geschaffen, um pflanzliche Abfälle einer umweltverträglichen Verwertung zuzuführen. In Wohngebieten werden Grünabfälle über die Biotonne erfasst. Baum– und Heckenschnitt kann zu den Häckselplätzen gebracht werden.

Lediglich mit Feuerbrand befallenes Pflanzenmaterial darf nicht in die Kompostierung gegeben werden, da der Erreger nur durch Verbrennen sicher abgetötet werden kann. Das Verbrennen von landwirtschaftlichen Abfällen und Gartenabfällen ist nur unter sehr strengen Voraussetzungen zulässig. Im Innenbereich besteht ein grundsätzliches Verbrennungsverbot. Im Außenbereichen dürfen pflanzliche Abfälle nur verbrannt werden, wenn auf dem betreffenden Grundstück keine Verwertungsmöglichkeit besteht. Auch in diesem Fall sind jedoch wichtige Regeln zu beachten: Ein flächenhaftes Abbrennen ist verboten. Die Abfälle müssen trocken sein, dass die unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennen. Durch Rauchentwicklung dürfen keine Verkehrsbehinderungen, keine erhebliche Belästigung und kein gefahrbringender Funkenflug entstehen. Keinesfalls dürfen folgende Mindestabstände unterschritten werden: 200m von Autobahnen, 100m von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, 50m von Gebäuden und Baumständen.

Bei starkem Wind und in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang dürfen keine pflanzlichen Abfälle verbrannt werden. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.

Das Verbrennen größerer Mengen pflanzlicher Abfälle ist der Ortspolizeibehörde rechtzeitig vorher anzuzeigen.